ein wilder Ort

Krebsheilung ohne Schulmedizin

Gabriele aus der Nähe von Hamburg genießt das Leben heute intensiver als je zuvor. Sie hat vor 11 Jahren ihren Gebärmutterhalskrebs ohne Schulmedizin, nur mit der Hilfe von alternativer Heilmethoden besiegt.

Ich habe sie zum Interview getroffen:

Peaceloveandom: Wie war der Moment, als du von deiner Krebserkrankung erfahren hast?

GF: Ich kam eines Sonntags nach Hause und fand einen Brief auf dem Tisch von meiner Frauenärztin. Darin stand: „PAP5, Platz im Krankenhaus ist bereits reserviert, bitte sofort melden“, mit der Privatnummer der Gynäkologin. Die hab ich dann natürlich sofort gewählt. Und dann kam „Kein Anschluss unter dieser Nummer“. Ich denke das war auch gar nicht so verkehrt. Denn so konnte ich erst mal zu mir kommen. Und ich bin dann erst einmal schwimmen gegangen in dem See vor meinem Haus.

Peaceloveandom: Du hast dich dann gegen die Operation entschieden. Warum?

GF: Ja, das ist eine Frage, die mich sehr lange beschäftigt hat, mir das zu erklären. Ich habe das aus einer tiefen inneren Überzeugung gemacht und viel mit mir therapeutisch gearbeitet. Ich habe einfach gemerkt, die OP machen zu lassen, fühlte sich für mich an, wie etwas vorzuspiegeln, was ich nicht bin. Als etwas ganz Falsches für mich. Und ich wusste ja von einer Frau, nämlich Adelheid Ohlig, die in ihrem Buch über Luna Yoga darüber geschrieben hatte. Sie hatte nämlich ihren Pap5 innerhalb von zwei Jahren mit rein alternativen Therapien ohne etwas schulmedizinisches zum Verschwinden gebracht. Also ich wusste, dass es ging, ich empfand es für mich als stimmig und es war der Wunsch da meinen Körper unversehrt zu lassen. Denn die damalige Wertheim-Operation gilt heutzutage sogar in manchen Krankenhäusern als Körperverletzung.

Peaceloveandom: Wie hat dein Umfeld reagiert?

GF: Meine engsten Freunde haben es hingenommen bzw. gesagt „du schaffst das!“ Das war schon mal top! Andere, die mir nicht so nah standen, hatten mich davon überzeugen wollen, mich doch operieren zu lassen. Auch meine damalige Gynäkologin war mit meinem Weg nicht einverstanden. Insgesamt musste ich rund acht mal den Frauenarzt wechseln, weil mich keiner mehr behandeln wollte ohne OP.

Peaceloveandom: Wie genau sah dann deine Behandlung aus?

GF: Begonnen habe ich mit dem, was mir schon vertraut war. Ich habe sehr schnell eine Fachärztin für Homöopathie gefunden, die mich all die Jahre begleitet hatte. Und dann kam ich über Adelheid Ohlig in Kontakt mit Ayurveda. Darauf wäre ich sonst im Leben nicht gekommen. Ich flog nach Sri Lanka und das war absolut super für mich. Diese andere Kultur, die Menschen, diese sanfte und vertrauensvolle Herangehensweise. Und dass sie immer gesagt haben „You will be alright“. Das war etwas, was ich gut gebrauchen konnte. Anders als hier in Deutschland immer die Frage „Was machst du denn jetzt?“

Peaceloveandom: Was hast du sonst noch gemacht?

GF: Es gibt ja im Grunde ein wahnsinniges Angebot. Von Parasitenbekämpfung über Entgiftung, Entsäuerung usw… das wird ja auch alles als Krebsmittel promotet. Ich habe auf die feinstoffliche Heilarbeit und Reiki zurück gegriffen und nochmal eine Psychotherapie gemacht. In meinem Studium bin ich damals auch mit dem Begriff „Dialog mit dem Symptom“ in Berührung gekommen. Und so habe ich mich auch ausführlich mit meinem Muttermund und meinem Gebärmutterhals unterhalten. Und das war sehr richtungweisend für mich.

„Ich geb auf! Ich lass mich operieren!“

Peaceloveandom: Und trotzdem war der Krebs nach acht Jahren nach wie vor da.

GF: Ja da tat sich nicht viel. Das war auch eine ganz schöne Probe für mein Vertrauen und meine Geduld. Ich kam dann letztlich an den Punkt, dass ich mir dachte, „Ok jetzt ist Schluss! Ich lass mich operieren!“ Ich bin dann zu meiner Ärztin gegangen und habe ihr gesagt, „Pass auf, ich krieg das nicht hin.“ Irgendwann muss auch mal einsehen, dass man einer Illusion hinterher jagt. Ich habe erwartet, dass sie sagt, dass ich es bisher ganz toll gemacht habe und mir zustimmt zu der OP. Aber sie hat gar nichts gesagt. Sie pendelte weiter meine Medikamente aus und sagte einfach gar nichts. Das war für mich das Zeichen, dass sie noch eine weitere Runde mit mir gehen würde. Und dann entschied ich: Jetzt aber nochmal ganz entschieden und nochmal Gas geben! Ich habe dann nochmal ein paar zusätzliche Mittel angewandt und dann ein halbes Jahr später war es weg.

Peaceloveandom: Was war am Ende das Entscheidende, was zur Heilung führte?

GF: Ich habe gerade in dem letzten halben Jahr bewusst abgegeben und losgelassen. Ich habe mir gesagt, es liegt nicht mehr an mir und habe einfach gehofft, dass es mir geschenkt wird. Und so war es dann auch.

Die ganze Heilungsgeschichte hat sie in ihrem Buch „Ein wilder Ort“ niedergeschrieben.

Hier geht´s zum Buch: „Ein wilder Ort“ von Gabriele Freytag