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Hilde in Schweden und Dänemark

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Nach der langen, kalten Jahreszeit konnte ich es kaum erwarten im April 2014 meine Hilde aus ihrem Winterquartier zu holen und damit den ersten Ausflug des Jahres zu machen. Zugegeben Nordeuropa ist im April vielleicht nicht das beste Ziel für verfrorene Mädchen, wie mich. Aber ich war noch nie in Schweden oder Dänemark und wie kalt kann´s schon werden, dachte ich.

Sehr kalt…. 😉 Aber unsere Übernachtungsplätzchen waren dafür wunderschön. Und bei dem rauhen Wetter kam es uns noch mehr wie ein Abenteuer vor.

Gestartet sind wir in Rostock und mit der Fähre ging es über Nacht nach Trelleborg. Wenn man hin und wieder mal im Internet schaut, kann man echt günstige Tickets erwerben. Da Hilde ja kein Wohnmobil ist, sondern normal als PKW läuft, kostete die Fähre nicht mal 100 € Hin und Zurück. Wirklich teuer sind dann nur die Schlafkabinen. Die hätten gleich nochmal soviel gekostet. Wir haben uns dann einfach ins Treppenhaus gelegt und wurden geduldet. Im Speiseraum war die Hölle los, da lagen alle auf den Stühlen und am Boden, Kinder rannten umher bis weit über Mitternacht. Da hätten wir kein Auge zubekommen. Die aufgehende Sonne über dem Horizont entschädigte für den Schlafentzug.

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Morgens um 7 Uhr erreichen wir Trelleborg. Wir fahren gleich weiter nach Malmö. Alles schläft noch, kein Mensch ist auf den Straßen. Klar, es ist ja auch Samstag. Wer, außer uns ist da schon unterwegs? Wir frühstücken also kurz und fahren weiter nach Göteburg.

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Göteburg ist schön, aber wir waren zu müde, um es wirklich genießen zu können. Wir entschließen uns daher schon mal nach einem Schlafquartier umzuschauen. Am Meer sollte es sein, das war die einzige Bedingung. Und wir fanden Halmstad.

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Ich weiß nicht, wie es Anderen geht, aber Frühstück in der Natur, auch bei gefühlt vier Grad Außentemperatur schmeckt immer noch am besten. Heißer Kaffee, wenn es auch nur der Lösliche ist, lässt mich völlig glückselig in meinen Campingstuhl sinken und meine Gedanken treiben mit den Wellen davon. Das ist echtes Glück!

Apropos wild: Wildes Campen ist in Skandinavien natürlich nicht verboten. Es wird eher geduldet. Es sind leider auch unter den Campern immer mal Umweltverschmutzer dabei. Das ist sehr traurig, denn gerade die sollten doch enger mit der Natur verbunden sein und sie schützen. Deshalb sieht man es mittlerweile in Schweden und Dänemark nicht mehr so gern, wenn man sich wild zum campen aufstellt.

Nach unserer ersten Nacht gehts weiter nach Kopenhagen. Ich muss gestehen, ich habe eine kleine Brückenphobie. Da aber der kürzeste Weg nach Kopenhagen über die Öresundbrücke führt, stellte ich mich meiner Angst und wir befuhren die Brücke, die fast acht Kilometer übers Wasser geht. ACHT! Der Wind pfiff und meine Hilde wackelte gewaltig. Ich glaube auch ihr war das nicht so geheuer. Nachdem ich fast Kopenhagen sehen konnte, musste ich feststellen, dass die Brücke in einem Tunnel endete. Und auch der war länger, als mir lieb war. Eine weitere kleine Phobie von mir.  Wieviel Glück konnte ich haben? An einem Tag Brücke und Tunnel zu durchfahren!

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Kopenhagen hatte sich trotz Regen absolut gelohnt. Eine wirklich schöne Stadt mit wundervollen, alten Gebäuden. Unser Nachtquartier würde ich wahrscheinlich nicht mehr wirklich finden, aber es war an einem kleinen Hafen mit Blick auf die gigantische Öresundbrücke, deren Bau übrigens eine Milliarde Euro gekostet hat. Das schlägt sich leider auch auf die Maut nieder. 50 € haben wir für die einfache Überfahrt an Schweden abdrücken müssen.

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Am nächsten Morgen ging es zurück nach Malmö. Die liebe Öresundbrücke hatte uns wieder! Ich muss sagen, das Gefühl vom Vortag, an dem ich so verkrampft am Lenkgrad saß, dass ich sogar Muskelkater hatte (Ja, acht Kilometer können verdammt lang sein!) war wie weggeblasen. Dieses Mal war ich viel entspannter und auch wieder 50 € für Maut ärmer.

Wir blieben noch eine Nacht in Malmö und dann ging es schon zurück nach Rostock. Vier wunderbare Tage in zwei wunderschönen Ländern.

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